Mein Werkzeug, Schreibtisch-Stillleben

Foto­s­tock - Wol­le Ing

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Wolle-Ing im Foto­s­tock - aus­ge­such­te Ergeb­nis­se in eige­ner Sache

In die­sem Bei­trag bzw. Foto­s­tock befin­den sich Fotos in eige­ner Sache. Was aber treibt mich zur Foto­gra­fie und den Bil­dern in den wei­te­ren Fotostock-Galerien?

Ant­wort »öff­nen«

DIE KRAFT DES LICHTS

Ich weiß: “Dei­ne ers­ten 10.000 Fotos sind die schlech­tes­ten”. Die­se Klip­pe soll­te ich lang­sam bewäl­tigt haben. Nun star­te ich mei­nen eige­nen Foto­s­tock. Der Weg ist das Ziel. Mein Kre­do: “Die Neu­gier­de ist dein Weg­wei­ser im Dschun­gel des Unwis­sens.” Bil­der sym­bo­li­sie­ren oder erzeu­gen auch prä­gen­de Visio­nen. Der Scha­ma­ne am Weges­rand am Bai­kal gab mir zu ver­ste­hen, die Welt exis­tie­re nur auf­grund der Viel­falt. Er emp­fahl mir: “Hal­te sie fest, die Viel­falt.” Und - wenn ich allein oder gemein­sam mit Fami­lie oder Freun­den am Suchen nach Moti­ven bin, wer­de ich gele­gent­lich auch mal Ziel­ob­jekt.

Woher ich kom­me - wohin ich gehe?

Kurz nach dem ver­hee­ren­den 2. Welt­krieg kam es, dass sich im völ­lig zer­stör­ten ↗Nies­ky, in der aus­ge­brann­ten ↗Ober­lau­sitz, eine Säch­sin und ein Ver­trie­be­ner tra­fen. Die Säch­sin brach­te die Unbeug­sam­keit. Den Schle­si­er lei­te­te sei­ne Trom­pe­te und sein Lied vom klei­nen Trom­pe­ter. Bei­de waren am Auf­bau eines zer­bomb­ten Stahl­bau­be­trie­bes betei­ligt. Sie bau­ten Brü­cken für das zer­stör­te Land.

Im Mau­er­jahr kam ich zur Welt - in der Ober­lau­sitz in eine hart­nä­cki­ge Nach­kriegs­ge­nera­ti­on. Vor­pro­gram­miert das Wei­te­re. Ich emp­fand das von mei­nen Eltern Mit­er­bau­te als erhalten- und schüt­zens­wert. Ich begann mit 14 Jah­ren phi­lo­so­phi­sche Wer­ke u.a. von Epi­kur, Clau­se­witz, Feu­er­bach, Marx und Nietz­sche bis hin zu reli­giö­sen Wer­ken des Islams und Chris­ten­tums, aber auch die Psy­cho­lo­gie regel­recht zu ver­schlin­gen - woll­te Geschich­te und Ent­wick­lung im Zusam­men­hang begrei­fen - begrei­fen, was da geschrie­ben steht.

Felix qui potuit rer­um cognos­ce­re cau­sas” (lat., Ver­gil, Geor­gi­ca 2,490) - “Glück­lich, wer die Ursa­che der Din­ge erken­nen konn­te.”

Im Ergeb­nis mei­ne ich heu­te - WIR alle gestal­ten die­se Welt. Phi­lo­so­phie, Reli­gio­nen und Wis­sen­schaft haben eine gemein­sa­me Basis und gemein­sa­me Zukunft. Sie kön­nen zu einer huma­nis­ti­schen Quanten-Religio ver­schmel­zen bei unbe­ding­ter Wah­rung aller Menschen- und Umwelt­rech­te - im Inter­es­se der wei­te­ren Exis­tenz der Mensch­heit. Mate­ria­lis­ti­sche Dia­lek­tik sehe ich als Mög­lich­keit, die Welt objek­tiv und huma­nis­tisch zu gestal­ten. Heu­te exis­ten­te ein­sei­ti­ge Denk­wei­sen sind nur vage und idea­lis­tisch im Ver­such, sich aus dem Tier­reich erhe­ben zu wol­len mit­tels Radi­ka­lis­mus, welt­an­schau­li­cher und reli­giö­ser Exzes­se oder auch mani­pu­la­ti­ver Ver­schleie­rung.

Fahr­rad­tou­ren, neue Tech­no­lo­gien, Phi­lo­so­phie, Gewäs­ser, Ber­ge, Flo­ra, Fau­na und Foto­gra­fie sind mei­ne Lei­den­schaft. Wie ich das unter einen Hut bekom­me? ↗“Grenz­wer­ti­ges präg­te immer mein Leben. Ich ver­su­che das Leben zu prä­gen.” Mei­ne Sicht zur Ver­gan­gen­heit: “Das Ver­gan­ge­ne eines Jeden ist wert­vol­le Lebens­er­fah­rung. Wich­ti­ger ist den­noch, wie man heu­te dazu steht. Und noch wich­ti­ger, was man gedenkt, in der Zukunft zu tun.” Mei­ne Sicht zu Reli­gio­nen: “Sei ein gläu­bi­ger Mensch, ohne der Reli­gi­on zu gehö­ren. Glau­be an Dich. Sei kri­tisch gegen­über jeder Reli­gi­on oder Par­tei­lich­keit. Ach­te und lebe aber jeg­li­che huma­ne Anschau­ung und Gebo­te.”

Eine Rede­wen­dung besagt: “Reden ist Sil­ber, Schwei­gen ist Gold.” Ich den­ke: “Gold weckt nur tie­ri­sche Instink­te. Reden ist aber Anfang & Ende des mensch­li­chen, sinn­erfüll­ten Lebens.” In die­sem Sin­ne möch­te ich dem Anfang vie­le unver­fälsch­te Ein­drü­cke in Bil­dern fol­gen las­sen. Das Schrei­ben nut­ze ich gele­gent­lich als Ven­til, um Schmerz auf­grund der Exis­tenz men­schen­un­wür­di­ger, hirn­lo­ser Hand­lun­gen sowie der schein­ba­ren Ohn­macht gegen­über der Bana­li­tät des Bösen zu über­win­den und zu ver­ar­bei­ten. Das Foto­gra­fie­ren aber ver­mag hof­fent­lich viel Wahr­heit zu ande­ren Men­schen zu trans­por­tie­ren.

Bau­en wir mit Bil­dern Leucht­tür­me für ein Leben als Men­schen ohne Aggres­sio­nen bei Ach­tung des Mit­men­schen – getreu dem Film und Buch von Wolf­gang Held ↗“Einer tra­ge des ande­ren Last“.Ver­ges­sen wir nicht fol­gen­des Anlie­gen im Inter­es­se der Wahr­heit:

De omni­bus dubi­tan­dum“ (deutsch: “An allem ist zu zwei­feln”) ...
... erst recht an der dunk­len Sei­te der Macht.

Bil­der aber sind scho­nungs­los. In die­sem Sin­ne hof­fe ich auf mei­nem Weg und ↗Grenz­we­gen noch vie­le Din­ge, vor allem aber das Wesen die­ser Welt in Bil­dern zu ver­ewi­gen. Viel­leicht kann es bei vie­len Betrach­tern für Freu­de als auch für Klar­heit (im Gegen­satz zu dem­ago­gi­schen, post­fak­ti­schen oder aus­gren­zen­den Tex­ten) bei der Betrach­tung die­ser Welt bei­tra­gen.

Tei­len, Sein und Bewusst­sein - ich möch­te in mei­nen Fotostock-Galarien vie­le Bil­der ↗tei­len.

Hin­wei­se zu den Bil­dern

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  • Bild­au­tor: Wol­le Ing

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