PC-Tipps

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Werkstatt

W10-, W7-Umzug auf SSD

Betriebssystem-Umzug von Fest­plat­te auf SSD

Ziel
  • Umzug OS-W7- oder -W10-Installation von HDD auf eine SSD mit W-10-Bordmitteln
  • in einem IR-PC oder einer Work­sta­tion ist die vor­han­de­ne Windows-Installation zu ver­le­gen von vor­han­de­ner HDD-Magnetplatte auf neue SSD-Festspeicherplatte …
  • … bei Nut­zung vor­han­de­ner Windows-Boardmittel
Hin­weis
  • ähn­li­che Vor­ha­ben mit Acro­nis wer­fen ver­schie­dens­te Pro­ble­me auf oder machen den Vor­gang unmög­lich
  • die­ser Vor­gang ist ggf. mit Domain-PC nicht mög­lich
Zuta­ten
  • 1 x PC mit der durch eine SSD zu erneu­ern­den HDD
  • 1 x Zugang zu belie­bei­ger W10-Installation (PC, als Werk­zeug)
  • 1 x USB-Stick mind. 1 GB und kom­plett lösch­bar (als Boot-Medium)
  • 1 x zusätzl. exter­ne HDD mit NTFS, mind. in SSD-Größe (als Image-Träger)
Schrit­te
  • Erstel­lung Wie­der­her­stel­lungs­lauf­werk auf USB-Stick mit W10-PC als Werk­zeug:
    • Vor­aus­set­zun­gen:
      • belie­bi­ger ande­rer PC mit OS Win­dows 10
      • W810-Evaluierungsversion geht auch
      • Nut­zung Vir­tua­li­sie­rungs­um­ge­bung mit W10 geht auch
      • Nut­zung W10-Live-CD oder W10-Live-USB-Stick geht auch
      • bei eige­nem PC mit 32Bit-OS > Nut­zung 32Bit-W10-PC!
      • bei eige­nem PC mit 64Bit-OS > Nut­zung 64Bit-W10-PC!
    • Vor­gang zur Erstel­lung des Boot-USB-Stick:
      • wich­tig: strikt auf rich­ti­ge Lauf­werks­buch­sta­ben ach­ten
      • alle Lauf­wer­ke soll­te “spre­chen­de” Namen haben
      • PC oder alter­na­ti­ve Umge­bung mit W10-OS star­ten
      • Start Assis­tent “Wie­der­her­stel­lungs­lauf­werk erstel­len”
      • Ange­bot zum Erstel­len einer Par­ti­ti­on aus­schla­gen
      • jetzt erstellt Assis­tent selb­stän­dig den USB-Boot-Stick
  • Vor­be­rei­tung des eige­nen PC:
    • säu­bern: Daten, Papier­korb, Temp, Ereig­nis­an­zei­ge
    • voll­stän­di­ge Updates auf­spie­len
    • Not­fall­sys­tem erfas­sen für das Image:
      • in Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit Admi­nis­tra­tor­rech­ten den­Be­fehl:
        • reagentc /disable
    • Sicher­stel­lung, dass PC-HDD kei­ne ver­schlüs­sel­ten Daten hat:
      • in Ein­ga­be­auf­for­de­rung mit Admi­nis­tra­tor­rech­ten den Befehl:
        • cipher /u/n
      • wenn das Sys­tem kei­ne fin­det, ist Alles oK
      • wenn ja > ent­schlüs­seln oder Ein­trag in Aus­nah­me­lis­te
    • Emp­feh­lung: alle Eige­nen Datei­en, spe­zi­ell gro­ße Datei­en, soll­ten vor­her gesi­chert und ent­fernt wer­den – sie gehö­ren nicht in’s Image
  • den USB-Stick am eige­nen PC (mit der OS-HDD) boo­ten
  • Vor­be­rei­tun­gen zur Image-Erstellung:
    • Aus­wahl “Pro­blem­be­hand­lung” + “Erweit. Optio­nen” + “Ein­ga­be­auff.”
    • Befehl:
      • diskpart
    • zur Anzei­ge Lauf­wer­ke den Befehl:
      • list vol
    • jetzt die exter­ne USB-HDD an den PC anste­cken
    • Über­blick ver­schaf­fen, über Lauf­werks­buch­sta­ben der Daten­trä­ger
    • zur Anzei­ge Lauf­wer­ke den Befehl: list vol
    • zur Anzei­ge Plat­ten den Befehl: list disk
    • in letz­ten Spal­te “GPT” prü­fen Part.-Tabelle (MBR/BIOS oder GPT)
    • spä­ter die glei­che Part.-Tabellen-Art auf die SSD anwen­den
  • Erstel­lung Image des eige­nen PC
    • in einer Datei auf der USB-HDD mit­tels Befehl:
      • dism /capture-image /imagefile:e:\image.wim /capturedir:c: /scratchdir:e: /name:"Mein Image"
    • Aus­füh­rung dau­ert …
    • nach Ende Kon­trol­le des Image mit­tels Befehl:
      • dism /list-image /imagefile:e:\image.wim /index:1 | find /i "notepad.exe"
    • Ein­ga­be­auf­for­de­rung been­den mit Befehl:
      • exit
  • Betref­fen­den PC vor­be­rei­ten
    • PC her­un­ter­fah­ren
    • exter­ne HDD & OS-HDD ent­fer­nen
    • neue OS-SSD ein­bau­en
  • erneut den USB-Stick am eige­nen PC (mit der ein­ge­bau­ten neu­en SSD) boo­ten
  • Vor­be­rei­tung zur SSD-Partitionierung:
    • Aus­wahl “Pro­blem­be­hand­lung” + “Erweit. Optio­nen” + “Ein­ga­be­auff.”
    • Befehl: diskpart
    • zur Anzei­ge Lauf­wer­ke den Befehl:
      • list vol
    • zur Anzei­ge Plat­ten den Befehl:
      • list disk
    • Über­blick ver­schaf­fen, über Lauf­werks­buch­sta­ben der Daten­trä­ger
    • Num­mer der SSD mer­ken!
    • Ein­ga­be­auf­for­de­rung been­den mit Befehl:
      • exit
    • wenn Part.-Tab. “MBR” ist – bei W7-OS:
      • Erstel­lung Script-Datei “part_mbr” mit fol­gen­dem Inhalt:
        • sel disk 0
          clean
          convert mbr
          create partition primary size=100 id=27
          active
          format quick fs=ntfs label="System"
          assign
          create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Windows"
          assign
          list vol
    • wenn Part.-Tab. “MBR” ist – bei W8-OS:
      • Erstel­lung Script-Datei “part_mbr” mit fol­gen­dem Inhalt:
        • sel disk 0
          clean
          convert mbr
          create partition primary size=350 id=27
          active
          format quick fs=ntfs label="System"
          assign create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Windows"
          assign
          list vol
    • wenn Part.-Tabelle “GPT” ist – bei W7-OS:
      • Erstel­lung Script-Datei “part_gpt” mit fol­gen­dem Inhalt:
        • sel disk 0
          clean
          convert gpt
          create partition efi size=100
          format quick fs=fat32 label="System"
          assign
          create partition msr size=128
          create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Windows"
          assign
          list vol
    • wenn Part.-Tabelle “GPT” ist – bei W8-OS:
      • Erstel­lung Script-Datei “part_gpt” mit fol­gen­dem Inhalt:
        • sel disk 0
          clean
          convert gpt
          create partition primary size=350
          format quick fs=ntfs label="Recovery"
          set id="de94bba4-06d1-4d40-a16a-bfd50179d6ac
          create partition efi size=100
          format quick fs=fat32 label="System"
          assign
          create partition msr size=128
          create partition primary
          format quick fs=ntfs label="Windows"
          assign
          list vol
    • benö­tig­te Script-Datei spei­chern im USB-Stick-Hauptverzeichnis
    • SSD muss als Lauf­werk “0″ in den Scrip­ten ein­ge­bun­den sein!
    • hat die SSD ande­re Zahl, dan­nin vor­ge­nann­ten Scrip­ten die “0″ erset­zen (!) z. B. mit dem Befehl:
      • note­pad c:\part_mbr
  • exter­ne USB-HDD (mit dem Image) ando­cken
  • Par­ti­tio­nie­ren der SSD:
    • Aus­wahl “Pro­blem­be­hand­lung” + “Erweit. Optio­nen” + “Ein­ga­be­auff.”
    • Befehl:
      • diskpart /s c:\part_mbr
    • oder­Be­fehl:
      • diskpart /s c:\part_gpt
    • Boot­code wird auf extra Part. gelegt zur Sicher­stel­lung Fest­plat­ten­ver­schlüs­se­lung
    • MSR-Partition (MS Reserved-Partition) nur bei UEFI erfor­der­lich
    • bei Aus­füh­rung “part_mbr” für W7-OS >Par­ti­tio­nie­rung SSD wie folgt:
      • Par­ti­tio­ne­rungme­tho­de MBR im BIOS-Modus
      • 1. Par­ti­ti­on: pri­mär, aktiv, NTFS, Name “Sys­tem”, 100MB, Boot­code
      • 2. Par­ti­ti­on: pri­mär, NTFS, Name “Win­dows”
    • bei Aus­füh­rung “part_mbr” für W8-OS > Par­ti­tio­nie­rung SSD wie folgt:
      • Par­ti­tio­ne­rungme­tho­de MBR im BIOS-Modus
      • 1. Par­ti­ti­on: pri­mär, aktiv, NTFS, “Sys­tem”, 350MB, Bootc./Notf.-OS
      • 2. Par­ti­ti­on: pri­mär NTFS, Name “Win­dows”
    • bei Aus­füh­rung “part_gpt” für W7-OS > Par­ti­tio­nie­rung SSD wie folgt:
      • Par­ti­tio­ne­rungme­tho­de GPT im UEFI-Modus
      • 1. Par­ti­ti­on: EFI (ESP), FAT32(!), Grö­ße 100MB, für Boot­code
      • 2. Par­ti­ti­on: MSR, Grö­ße 128MB
      • 3. Par­ti­ti­on: pri­mär, NTFS, Name “Win­dows”
    • bei Aus­füh­rung “part_gpt” für W8-OS > Par­ti­tio­nie­rung SSD wie folgt:
      • Par­ti­tio­ne­rungme­tho­de GPT im UEFI-Modus
      • 1. Par­ti­ti­on: pri­mär, NTFS, Name “Reco­very”, 350MB, für Notfall-OS
      • 2. Par­ti­ti­on: EFI (ESP), FAT32(!), Grö­ße 100MB, für Boot­code
      • 3. Par­ti­ti­on: MSR, Grö­ße 128MB
      • 4. Par­ti­ti­on: pri­mär, NTFS, Name “Win­dows”
    • am Ende lis­tet das Script die Lauf­werks­buch­sta­ben auf
    • Hin­weis: OEM-Hersteller “dich­ten” gern wei­te­re Par­ti­tio­nen für  zusätz­li­che Wie­der­her­stel­lungs­op­tio­nen (Trei­ber, Images, etc.) dazu
  • Image auf SSD wie­der­her­stel­len auf vor­ge­se­he­ner Par­ti­ti­on mit­tels Befehl:
    • dism /apply-image /applydir:e: /image.file:f:\image.wim /scratchdir:f: /index:1
  • den Boot­da­tei­en (Boot­loa­der) auf der SSD imple­men­tie­ren mit­tels:
    • Befehl bei MBR:
      • bcdboot e:\windows /s d: /f bios /l de-de
    • oder Befehl bei GPT:
      • bcdboot e:\windows /s d: /f all /l de-de
    • Wich­tig: rich­ti­ge Lauf­werks­buch­sta­ben ange­ben
  • USB-Stick und exter­ne HDD abzie­hen
  • Boo­ten des PC von der neu­en SSD – der OS-Start soll­te funk­tio­nie­ren
Abschluss
  • Start Ein­ga­be­auf­for­de­rung als Admin.
  • Ver­schie­ben anfangs ver­scho­be­nen Not­fall­um­ge­bung auf Boot-Partition mit Befehl:
    • reagentc /enable
  • jetzt Original-HDD extern anschlie­ßen (kein Muss) für Check/Feinschliff
  • ggf. expli­zi­te SSD-Hardware-Einstellungen zur Performance-Sicherung

*

wolle-ing_stift-01-2

Hier kommentieren oder hinterfragen: